(Fotos und Grafiken zum Vergrößern bitte anklicken)

Im November 1974
hat sicher keiner der damals überwiegend jugendlichen Motorradfreunde ernsthaft daran gedacht, dass man sich auch ein halbes Jahrhundert später immer noch regelmäßig einmal im Monat zu einem gemütlichen Club-Klön-Abend trifft …

Die Gründung des Vereins

Alles fing damit an, dass es sich Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts bis weit über die Ortsgrenze von Apen herumgesprochen hatte, dass es in der kleinen Ammerland-Gemeinde offenbar überdurchschnittlich viele junge Männer und Frauen gab, die ein Moped oder vereinzelt gar bereits ein echtes Motorrad mit dem dazugehörigen Führerschein besaßen. Hier in Apen schien das “Motorrad-Virus” die jungen Leute besonders heftig infiziert zu haben. Davon hatte auch ein gewisser Gert-Peter Bröhl gehört – seines zeichens auch Motorrad-Enthusiast erster Güte aus Ohrwege. Eines Abends – es war im Sommer des Jahres 1974 – kam er nach Apen, um sich vor Ort ein Bild von der allgemeinen Motorradbegeisterung zu machen.

Dort angekommen antwortete ein “Insider” ihm auf seine Frage, wer ihm denn ein paar nähere Informationen zu dem Geschehen in Apen geben könne, er solle sich doch einfach mal an Bernd zu Klampen wenden. Dessen Eltern hätten eine Gaststätte gegenüber der Molkerei und dort würde er ihn sicher antreffen.

Nach einem kurzen Gedankenaustausch zwischen Gert-Peter und Bernd wurde schnell deutlich, dass es in Apen offenbar Potential für “Größeres” rund um das Thema Motorräder gab. Zügig wurden andere mopedbegeisterte Leute ins Boot geholt. Die Idee der Gründung eines Motorradclubs war geboren.

Das erste Motorradtreffen

Mit einer gehörigen Portion jugendlicher Unbekümmertheit, die mitunter fast schon an Leichtsinn grenzte und vor allem auch der Unterstützung einiger ortsansässiger Vereine, allen voran der Ortsbürgerverein Apen unter Leitung von dessen Vorsitzenden Theo Ripken, der Freiwilligen Feuerwehr Apen und dem Aper DRK,  wurde bereits einige Monate später, im November 1974 das allererste Internationale Motorradtreffen durchgeführt. Als Veranstaltungsgelände und für die Zelte der anreisenden Biker nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Dänemark und den Niederlanden stellte uns Gerhard Brünjes das Gelände der ehem. Aper Festung zur Verfügung. Die Aper Feuerwehr servierte den teils doch durchgekühlten Bikern eine heiße Erbsensuppe aus der Gulaschkanone. Nennungen wurden ausgefüllt und eine kurzfristig entworfene Messing-Plakette ausgegeben. In der sonnabendlichen Abendveranstaltung übergab Theo Ripken im Rahmen einer durchaus “wilden” Party den bestplatzierten Bikern der jeweiligen Kategorien ihre Pokale.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung der noch jungen Motorradfreunde Apen, die auch in der Presse entsprechend gewürdigt wurde. Folgerichtig begann man schon zu Beginn des folgenden Jahres mit den Vorbereitungen weiterer überregionaler Veranstaltungen auf dem Motorradsektor. Dazu gehörte neben der Organisation und Durchführung eines weiteren Motorradtreffens auch eine große Motorradshow auf dem Gelände der ehem. Gaststätte “Zum Leuchtturm”. Auch dieses Ereignis wurde von vielen motorradbegeisterten Menschen aus dem ganzen Land gerne angenommen.

“Clubgründungs-Initiator” Gert-Peter Bröhl

Legte mit Gert-Peter Bröhl den Grundstein des Vereins:
Bernd zu Klampen

Winterzeit = Kohlfahrtzeit

… in den frühen Vereinsjahren noch als “Weihnachtsfeier”

Juli 1976 – Erwin, Regina und Bernd machen sich auf in Richtung Nordkap

Gründerzeit

Zur Gründerzeit des Vereins, der zunächst noch unter der Bezeichnung „Motorradfreunde Ammerland“ geführt wurde, beäugte mancher Zeitgenosse unser Tun – insbesondere natürlich die ersten durchgeführten „Internationalen Motorradtreffen“ – mit einigem Argwohn. War es doch die Zeit der „Easy Rider“ und hatte man doch so einiges über den gleichnamigen Kino-Hit mit Dennis Hopper und Peter Fonda von den „Motorrad-Rockern“ gehört. Sollte eine solche „Gang“ jetzt etwa auch das idyllische Örtchen Apen in „Angst und Schrecken“ versetzen? Aber alles relativierte sich und vieles kam anders als von einigen Mitbürgern befürchtet.

 

1974 und 1975 noch als “Motorradfreunde Ammerland”

Die erste offizielle Messing-Plakette der Motorradfreunde Apen

Drahtstifte im Parkettboden

Diverse Veranstaltungen wurden im Laufe der Jahre geplant und durchgeführt. Neben den vielen Motorradtreffen auf dem Aper Sportgelände, die regelmäßig zur besten Motorradfahrerzeit Anfang September durchgeführt wurden, seien an dieser Stelle auch eine große Motorradshow auf dem Gelände des Aper Gasthofs „Zum Leuchtturm“ und die mehrmaligen „Mai-Bälle“ genannt. Der Saal unserer Clubgaststätte „Zur Traube“ bot für solche Partys ideale Voraussetzungen. Außerdem war ein Maiball eine willkommene Gelegenheit, sich den Apern, die daran regelmäßig in Form von Abordnungen anderer Vereine teilnahmen, auch einmal im „Smoking“ statt in der Lederkombi zu präsentieren. Eine Original-Einladung zu unserem vierten „Maiball“, der keiner war, weil er im Februar 1976 stattfand, gibt´s auch im “Archiv”.
Viel Spaß gab es immer bei der Vorbereitung und Ausschmückung des Saales. So ließen wir es uns beim ersten Maiball nicht nehmen, mitten im Saal eine ausgewachsene Birke mittels 20 cm langer „Drahtstifte“ im „Parkettboden“ des Saales zu „verankern“, was dem Inhaber des Hotels, Georg Thyen alias “Häuptling Rollendes Fass” sichtbar die Zornesröte ins Gesicht trieb. Aber, … schließlich war es ja ein MAIBALL!!

Udo Kron freut sich über den Riesendurst der Motorradfahrer

Nachbereitung des Treffens

Nachbereitung des bisher größten Motorradtreffens

Gemeinsam zu Motorrad-Weltmeisterschaftsläufen

Gerade die Anfangsjahre der Motorradfreunde Apen waren geprägt von vielen gemeinsamen Motorradtouren zu vielen verschiedenen Motorrad-Weltmeisterschaftsläufen, die anfangs zum Großteil in sechs verschieden Leistungsklassen ausgetragen wurden: 50ccm, 125ccm, 250 ccm, 350ccm, 500ccm und last not least in der Seitenwagenklasse. Auch vor mehrtägigen Anfahrten zu den jeweiligen Austragungsorten mit unseren aus heutiger Sicht nicht immer ganz leistungsstarken Maschinen – vom Komfort heutiger Tourer ganz zu schweigen – schreckten wir nicht zurück. Auf dem Kalender standen neben den Ländern Finnland, Belgien, Jugoslawien, Schweden, Österreich, Tchechoslowakei und Deutschland natürlich an allererster Stelle die Niederlande. Die GPs im Motorrad-Mekka Assen wurden in keinem Jahr ausgelassen. Schließlich lag diese Rennstrecke quasi vor unserer norddeutschen Haustür; weniger als zwei Stunden dauerte die Anfahrt. Dafür gab es in Assen jedes Jahr aus Neue richtig geile Partys. Dies war vor allem dem Umstand zu verdanken, dass die GPs in Holland im Gegensatz zu allen anderen Rennen schon am Sonnabend gefahren wurden. So hatten selbst weitangereiste Biker aus aller Herren Länder noch den gesamten Sonntag für die Heimreise, … wenn sie denn rechtzeitig ihren Rausch ausgeschlafen hatten.

Wie in einigen anderen Ländern auch, war es in den 70er Jahren durchaus möglich, seinen Stars im Fahrerlager besonders nahe zu sein, … heute gibt es zwischen Fahrern und Fans glasklare und unüberwindbare Grenzen. Wenn überhaupt, gelingt es nur unter Einsatz vieler Euros per Spezial-VIP-Ticket mal für kurze Zeit Gast im Fahrerlager zu sein und vielleicht eines der begehrten Autogramme  zu erhaschen.

Der alles überragende Star in der 500er-Klasse wie meistens auch in der 350er-Klasse war anfangs Giacomo Agostini, der auch heute noch die Liste der Rennfahrer mit den meisten WM-Titeln anführt. In 15 Saisons gewann er 122 Rennen und wurde 15-mal Weltmeister.

Nach Agos Zeit waren es dann vor allem US-Boys und Briten, deren Stern hoch am GP-Himmel leuchtete. Hier seien beispielhaft nur die Publikumslieblinge Kevin Schwantz und Kenny Roberts (beide USA) sowie Barry Sheene (GB) genannt. Aus deutscher Sicht erfreulich: GP-Pilot Dieter Braun aus Hermaringen holte 1970 seinen ersten WM-Titel in der 125ccm-Klasse. Drei Jahre später gelang ihm diese Leistung noch einmal in der 250ccm-Klasse. Da die Fahrer zu der Zeit nicht die Publikumsnähe scheuten, gelang Regina und mir ein Interview mit Dieter Braun vor laufender Super-8-Kamera mit einem angeschlossenen Mikrophon, das damals vermutlich nicht mehr als fünf Mark gekostet haben dürfte. Auf Reginas abschließende Frage, ob er sich denn vorstellen könne, mal in das beschauliche Dörfchen Apen zu kommen, um dort den Besuchern einer weiteren für das Folgejahr geplanten Motorradausstellung Autogrammkarten zu unterschreiben, meinte er mit einem freundlichen Lächeln. “Joah, natürlich, … wenn es in meinen Terminkalender passen sollte …” Leider gab es aus heute nicht mehr rekonstruierbaren Umständen keine zweite Motorradausstellung.

Um ihn live zu sehen fuhren wir durch halb Europa: Giacomo Agostini auf MV Agusta

Ankunft im schwedischen Malmö auf dem Weg zum Motorrad-GP in Anderstorp

Regina im Interview mit Motorradweltmeister Dieter Braun am Nürburgring

Super8 und andere Hightech

Weitere Höhepunkte waren sicher auch die verschiedenen Filme, die Mitte der Siebziger damals überwiegend im sogenannten „Super 8“-Format gedreht wurden. Nicht nur Clubmitglieder, sondern auch befreundete Motorradfahrer aus dem Umland wurden „zusammengetrommelt“, und ohne großartige „Drehbücher“ oder „Regieanweisungen“ wurde sodann einfach d´rauf los gefilmt.

Ein besonderes Highlight war diesem Zusammenhang sicherlich der Einsatz einer professionellen 16mm-Studio-Kamera. Hartmut Ahlers, dessen erklärtes Hobby die Filmerei war, hatte das Hightech-Gerät seinerzeit für eine fünfstellige DM-Summe beim NDR erwerben können. Über mehrere Drehtage entstand ein semiprofessioneller Streifen über die Motorradfreunde Apen, der anschließend auch auf ein Videoformat (VHS) kopiert wurde.

Hartmut Ahlers mit seiner 16mm-Studiokamera beim Aufzeichnen einer Szene des Motorradtreffens durch den Spiegel einer 900er Kawasaki

Regina und Bernd mit dem ältestens Teilnehmer “Opa Gerhard Störmer” aus Metjendorf

Szene aus dem Film von Hartmut Ahlers “MFA – Der Film 1976”

1:1 für eine Mark

Ab Ende der 80er Jahre verzichteten wir für mehrere Jahre auf die Durchführung von Motorradtreffen. Ein zu hoher Bekanntheits- und „Beliebtheitsgrad“ hatte dazu geführt, dass wir den Zulauf nicht mehr kontrollieren konnten. Der einzige, der sich richtig über diese Großveranstaltungen freute, war sicherlich unser Getränkelieferant Udo Kron aus Westerstede, der mit seinem LKW die Strecke nach Apen und zurück nicht nur einmal fahren musste, um die nötigen Biermengen anzukarren.
Die “härteren” und hochprozentigen Zutaten zur Cola für die jeweils ab 22.00 Uhr startende “Charlytime” – ein 0,2l-Glas im Mischungsverhältnis 1:1 gab es für sage und schreibe eine Deutsche Mark, was heute rund 0,50€ entspräche – lieferte uns – ausdrücklich auch zu jeder beliebigen Nachtzeit – der ortsansässige Bäckermeister Karl Lamken sen., alias “Knusperkalle”, der ansonsten seinen Lebensunterhalt eher mit knackig frischen Brötchen und leckerem Schwarzbrot verdiente.

Beim vorläufig letzten Treffen zählten wir weit über 800 Motorradfahrer aus aller Herren Länder. Holländer, Schweden, Finnen und selbst „Bayern“ kamen nach Apen, um mit uns ausgelassene Partys zu feiern. Glücklicherweise hatten wir mit Rita Desmarais eine Kassenwartin, die als Bankangestellte auch zur Nachtzeit Zugang zur Apener Bank hatte, um die Geldkassetten zwischendurch immer wieder zu entleeren. Die weniger schönen Dinge, die passiert sind, haben wir mittlerweile verdrängt, geblieben sind die Erinnerungen an tolle und erlebnisreiche Sommertage, alte Freunde und manche „Husarenstreiche“…

The Wall … Das war eine “heiße Party” …

Eine Ära geht zu Ende – Clubgaststätte schließt

Wegen Schließung unserer allerersten Vereinsgaststätte mussten wir uns Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts erstmals ein neues Clublokal suchen. Bis dahin waren wir fast 25 Jahre im Aper Hotel “Zur Traube” bei unserem Clubkoch “Specky” zuhause gewesen. Ein neues Domizil war aber schnell gefunden. Die kurz zuvor neu eröffnete Gaststätte “VOLLMOND” in der Aper Streichenstraße war von da an bis zur Schließung des Lokals Ende Mai 2018 unser neues Clubhaus.

Mitte der 80er Jahre: “Vereinskoch” Hans-Georg Thyen alias “Specky” mit seiner Frau Annette und Koch Frank Weerts (r.)

Die Motorradfreunde Apen Mitte der 80er Jahre

Die Motorradfreunde Apen gehen ONLINE

Mit Beginn des neuen Jahrtausends begann auch für die Motorradfreunde Apen als einer der ersten Vereine der Gemeinde Apen die Online-Ära.

Anfangs war die Erstellung und Gestaltung einer Vereins-Homepage nur sehr undurchsichtig, und viele Inhalte der Website mussten in langwieriger Handarbeit erstellt werden. Im Laufe der Jahre wurde dann rein technisch vieles einfacher, der Umfang der Website dafür aber immer größer. Eine Homepage lebt naturgemäß überwiegend von Aktualität, es muss täglich daran gearbeitet werden. Neben der sehr zeitaufwendigen Pflege der Website funktioniert das alles genau wie bei den vielen anderen Aufgabenstellungen im ehrenamtlichen Bereich kleiner Vereine nur in Verbindung mit einer gehörigen Portion Spaß an der Sache.

Nachfolgend einige Beispiele, wie sich die Homepage der MFA in den Jahren gewandelt hat.

DIe allererste Version einer Homepage der Motorradfreunde Apen, 2002 noch unter der URL www.zk3.de

Weitere Versionen:

2003

Homepage 2004/2005

2014

2018

2019

Die Motorradfreunde Apen haben einen “Deutschen Motorradmeister”

Andreas Heese gewinnt Yamaha-R6-Shell-Cup im Finale in Hockenheim

Den absoluten sportlichen Höhepunkt gab es für die Motorradfreunde Apen im Jahr 2001. Clubmitglied Andreas Heese holte nach einer spannenden Saison den Titel “Deutscher Meister” im Yamaha-R6-Shell-Cup 2001. Dieses eindrucksvolle Ereignis wurde mit allen Mitgliedern der Motorradfreunde Apen im Rahmen einer Party gebührend gefeiert. Herzlichen Glückwunsch ANDY!!!

Szene aus dem Yamaha-R6-Shell-Cup – Quelle: Sport-News

Ganzer Stolz seiner Eltern Bernard und Andrea Heese und natürlich der Motorradfreunde Apen e.V.:
“Deutscher Motorrad-Meister 2001” Andreas Heese im Club-Sweater

Die Clubmitglieder gratulieren:
(v.l. Heinz Schewe, Stefan Dettmers,Egon Eilers, Jan-Dieter Oeljeschläger, Ute Hobbje, Deutscher Meister Andreas Heese, Bernd zu Klampen, Gert zu Klampen, Günter Blessen

20 Jahre “VOLLMOND” gehen zu Ende – MFA erneut auf der Suche nach einem Clublokal

Nach 44 Jahren Vereinsgeschichte mussten sich die Motorradfreunde ein weiteres Mal auf die Suche nach neuen Räumlichkeiten begeben. Nach der Prüfung einiger Alternativen in der Gemeinde Apen entschieden wir uns im Juli 2018 endgültig für die Gaststätte Delger am Campingplatz Nordloh. Unseren neuen Gastgeber, Sandra und Udo Delger nahmen uns herzlich auf.

2018 musste eine neue Clubgaststätte gefunden werden

Neue Vereinsführung

Bernd zu Klampen verzichtet auf Vorsitz

Auf der JHV der Motorradfreunde Apen am 05. November 1982 gab es dann den ersten Wechsel im Amt des Ersten Vorsitzenden. Bernd zu Klampen trat nach acht Jahren nicht mehr für dieses Amt an, das dann für ein Jahr von Gründungsmitglied Bernard Heese übernommen wurde.

Erster Vorsitzender der Motorradfreunde Apen von 1982 bis 1983

Die “Vier-Frauen-Jahre” und andere Kuriositäten

Nachfolger Bernard Heese‘s wurde der im Jahr 2014 plötzlich verstorbene Manfred Hinrichs, der dieses Amt zwei Jahre bekleidete.

1985 gab es dann eine echte Besonderheit, was die Besetzung der Vorstandsposten anging. Alle vier Ämter wurden ausschließlich von Frauen besetzt. Zur Vorsitzenden wurde Ingeborg Meinen gewählt, ihre Stellvertreterin wurde Andrea Heese. Das Amt der Schriftführerin bekleidete Helga Dettmers, die Kasse führte Rita Desmarais.

Nachdem alle vier Vorstandsfrauen nach zwei Jahren ihre Ämter zur Verfügung stellten, standen die Motorradfreunde Apen e.V. wegen einer sich einschleichenden “Vereinsmüdigkeit” am Rande der Auflösung des Clubs. In quasi letzter Minute erklärte sich dann Gründungsmitglied Gert zu Klampen bereit, für das Amt des Vorsitzenden zu kandidieren und wurde sodann einstimmig gewählt. Anschließend erfolgte der entsprechende Eintrag im Vereinsregister. Der Club lebte damit weiter.

Kuriosisät am Rande:  Der 1987 durch Gert zu Klampen beantragte und vollzogene Eintrag im Vereinsregister blieb fast 30 Jahre unangetastet. Alle danach gewählten Vorstände hatten es versäumt, ihre Wahl beim zuständigen Gericht amtlich beurkunden zu lassen. Das führte dann letztlich zu der Kuriosität, dass Gert zu Klampen fast 30 komplette Jahre (bis zum 25.02.2018) offiziell den Vorsitz bei den Motorradfreunden Apen führte. Erst nach zwei offiziellen Anträgen eines Mitglieds auf den Jahreshauptversammlungen 2017 und 2018, die Eintragung im Vereinsregister endlich zu aktualisieren, wurden die entsprechenden Schritte durch den wiedergewählten Vorstand eingeleitet und schließlich durch das Amtsgericht Oldenburg beurkundet.

An dieser Stelle soll eine weitere Besonderheit den Vorstand betreffend nicht unerwähnt bleiben: Mit Ausnahme der zwei “Vier-Frauen-Jahre” engagierte sich Hans-Heinrich Hinrichs seit der Gründung des Vereins durchgängig für alle Belange der Motorradfreunde Apen e.V. Die Position, der er mit Abstand am längsten bekleidete, war und ist bis heute der Posten des Schriftführers.

Ein guter Freund geht

Eine tragende Säule der Motorradfreunde Apen war von Beginn an einer, der maßgeblich an der Organisation und Durchführung aller Veranstaltungen großen Anteil hatte: Georg-Wilhelm Hobbje, zuletzt über viele Jahre zuständig für die Finanzen, verstarb am 21. Juni 2001 nach schwerer Erkrankung.

Wilhelm Hobbje
– dieses Foto entstand im Februar 2001 –

Youngster for President

Stefan Dettmers übernimmt Vorsitz

Mit fortschreitender Zeit kam es im November 1998 zu einem Generationswechsel im Vorstand der Motorradfreunde. Stefan Dettmers, der bei der Vereinsgründung noch nicht das Licht der Welt erblickt hatte und dessen Eltern, Rudi und Helga Dettmers, zu den Gründungsmitgliedern gehörten, wurde neuer “Präsident”. Er sollte für neuen Schwung im Clubleben sorgen. Unter seiner Führung wurden und werden noch heute wieder die alljährlichen Motorradtreffen durchgeführt.

Der bislang jüngste Vorsitzende der Motorradfreunde Apen: Stefan Dettmers

40 Jahre Motorradfreunde Apen –
Erstmalig Vereinschronik veröffentlicht

MFA und MSC feiern gemeinsam Jubiläum

Das Jahr 2014 stand nicht nur für die Motorradfreunde Apen im Zeichen eines runden Jubiläums. 40 Jahre Vereinsgeschichte sollten groß gefeiert werden.

Aber auch ein anderer Verein in der Gemeinde Apen mit motorsportbegeisterten Menschen konnte auf eine lange Geschichte zurückblicken: Der MSC Augustfehn beging im selben Jahr sein 60jähriges Jubiläum.

Kurzerhand setzten sich die jeweiligen Clubverantwortlichen an einen Tisch und beschlossen, de beiden runden Jubiläen zusammenzulegen, um unter dem Motto “100 Jahre Motorsport” am 12. April 2014 eine große Party im gemeinsamen Clublokal “VOLLMOND” in Apen steigen zu lassen.

Bereits weit im Vorfeld des Jubiläums der Motorradfreunde Apen hatte Bernd zu Klampen damit begonnen, sein Fotoarchiv und andere im Laufe der vielen Jahrzehnte gesammelte Aufzeichnungen zu einer Chronik zusammenzustellen. Nach vielen Wochen intensiver Puzzelei und Recherche konnte er seinen Clubmitgliedern rechtzeitig vor dem Jubiläum das Ergebnis in Form eines 100seitigen Buches präsentieren. Die meisten Clubmitglieder sicherten sich ein Exemplar der “Erinnerungen in Wort und Bild”. Derzeit laufen hier Überlegungen, möglicherweise eine neue noch umfangreichere Chronik zum 50sten Vereinsjubiläum im Jahr 2024 aufzulegen.

Werbebanner “100 Jahre Motorssport”

Die erste Chronik der Motorradfreunde Apen e.V.

Entwurf eines Logos zum 40jährigen Jubiläum
(Grafik und ©: Bernd zu Klampen)

Im November 2015 stellte Stefan Dettmers sein Amt nach genau 17 Jahren zur Verfügung. Nachfolger wurde Cord Siefkes, zu dessen Vertreter Bernd Grimm gewählt wurde.

Kassenwartin wurde erneut Ute Hobbje. Das Amt des Schriftführers blieb in der Verantwortung von Hans-Heinrich Hinrichs, der diesen Posten als ”gute Seele des Vereins” seit gefühlten 100 Jahren erfolgreich mit Leben und Ideen ausfüllt.

An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass Hans-Heinrich schon seit Jahren gemeinsam mit Ute die Fäden in der Hand hat, wenn es um die Vorbereitung und Organisation der jährlich auf dem Terminkalender stehenden Motorradtreffen geht; ohne das große Engagement dieser beiden wäre es um die Durchführung dieser Veranstaltung schlecht bestellt. Heini und Ute deshalb auch an dieser Stelle dafür ausdrücklich ein herzliches Dankeschön.

 

Cord Siefkes:
Aktueller Vorsitzender der MFAe.V.

Bernd Grimm:
Stellvertretender Vorsitzender der MFA e.V.

Hält die Fäden in der Hand,
wenn es um Motorradtreffen geht:
Hans-Heinrich Hinrichs, Vorstandsmitglied der MFA

Hat die Vereinsfinanzen seit Jahrzehnten stets im Blick:
Kassenwartin Ute Hobbje

Wieder online:
Kurzweilige Geschichten unseres Autors
Jan-Dieter Oeljeschläger

Die Rubrik “ÖL-STORIES” wird succsessive fortgesetzt.

Text und Redaktion: Bernd zu Klampen – © 1974 – 2020